Die Kraft des weiblichen Zyklus

Eine kleine Grafik für alle! Möge Sie von Nutzen sein (fürs meditieren, studieren, zuordnen etc.)

JahreskreisundweiblicherZyklus

Ich weiß es ist schon lange nichts mehr hier veröffentlicht worden, aber die Gruppe ist nach wie vor aktiv (dies nur falls Interesse an einem Austausch besteht!)

Liebe Grüße

Eure Bella

Eins sein mit der unendlichen Sonne

Wir merken dieser Tage die schwindende Kraft der Sonne (extrem). Der ein oder andere hat vielleicht seine Heizung wieder in Betrieb genommen. In genau 3 Tagen halten sich Tag und Nacht die Waage. Danach zieht sich die Sonne zurück bis zum 21. Dezember – Der Wintersonnenwende – an der wir den Tod und die Wiedergeburt des Sonnengottes feiern. Doch wir können die Sonne in der Zeit, in der sie sich zurück zieht, in unseren Herzen tragen und bewahren. Hier ein tolller Gesang der Lakota:

Wir sind Eins /Lasst uns eins sein mit der unendlichen Sonne.

Für immer. Für immer. Für immer.

Winter adé…

Brigids Fire

Der gestrige Tag war für mich ein ganz besonderer Tag.

Weil wir ihn dazu gemacht haben!

Die Wintergöttin ließ uns ihre eisige Kraft allerdings noch einmal bitter spüren!!

Aber die Frühlingsgöttin weiß: Die Macht des Winters schwindet.

Der Spross durchbricht den Boden, und wir sagen bald „Winter adé“…

 

Mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin bei Susan Falcon-Hargraves  (http://www.goddesshearth.org/)

 

Dank an Mutter Erde

Oh, Mutter Erde, Dank sei dir

für das, was du uns beschert.

Mit deiner Kraft und uns’rem Schweiß

hast du uns wohl genährt.

 

Nun ruh‘ dich aus und träum‘ geschwind

den allerschönsten Wintertraum.

Der Frühling kommt und küßt dich wach,

auch den geliebten Apfelbaum.

 

( Annegret Kronenberg)

 

Samhain

Samhain war:

  • Stille sehen
  • Dunkelheit hören
  • Vergangenes begrüßen

Gleichzeitig barg unsere Samhainfeier auch etwas Neues, ein Experiment.
Denn entgegen meiner früheren Aussagen haben wir diesmal den Naturgeistern nicht nur Nüsse geopfert, sondern auch ein Stamperl guten Birnenschnaps. (Über Gin, den Tatzelwurm immer vorschlägt,  verfügt unsere Hausbar nicht)

Heute eine Woche nach unserem Ritual ging ich wieder an unserem Ritualplatz vorbei.
Der ausgehöhlte Kürbis, den ich samt Teelicht nun entsorgen wollte, war nicht mehr da.

Ein bisschen schlechtes Gewissen habe ich nun schon, denn eigentlich streben wir an, dass wir unsere Plätze immer ordentlich verlassen.
Den Kürbis wollten wir noch ein bisschen zur Freude von vorbei kommenden Wanderern stehen lassen und ein paar Tage später dann wieder aufräumen.

Aber das Schnapsgläschen, dass ein paar Schritte weiter etwas versteckt stand, war bis auf ein paar Fichtennadeln leer!

Jetzt frage ich mich: Waren da wirklich Naturgeister am Werk oder gibt es in einem bestimmten Wald nun ein paar verkaterte Mäuschen?

Kürbis

Wo vor einer Woche noch wilde Samhain-Feste gefeiert wurden ...

Ritualplatz

... ist jetzt wieder alles still und leer!

Imbolc – Das Fest des Lichts

Vom Licht gezeichnet

In einem fremden Garten, der uns dennoch wohl bekannt war, trafen wir uns am letzten Samstag, um Imbolc zu feiern.

Krauli der Drache

Behütet wurden wir von Krauli, einem Steindrachen, der wirklich grinst, wenn man ihn am Kinn krault.

Imbolc 11 CollageWir machten eine Lichtmeditation, segneten Kerzen und Blumensamen und uns selbst, vollführten das große Ritual, sangen, tanzten, trommelten …

Wächter

Und bedankten uns am Schluss bei allen unseren Wächtern.

Es hat geholfen:

Am nächsten Tag schien die Sonne!

Rückblick Jul – 2010

Jul

Nicht nur unser Jul-Fest, sondern auch das gesamte Ritualkreis-Jahr-2010, möchte ich heute reflektieren.

Am 29. November (1. Advent) 2009  (Beginn des Kirchenjahres) wurde für 2010 „Das Jahr der Stille“ ausgerufen, unter dem Motto „Gottes Lebensrhytmus entdecken“, als eine konfessions- und kirchenübergreifende Initiative. Es ging darum, Menschen die Gelegenheit zu bieten, Stille als einen wichtigen Aspekt des Alltags wieder neu zu entdecken und bewusst in ihren Tagesrhythmus einzuplanen.

Ich hab das gerade zum ersten mal gelesen. Aber irgendwie fand ich, passt es gut zu dem was wir machen:

– durch die Jahreskreisfeste einen Rhytmus in unser Leben bringen

– Einkehr in uns selbst (Stille)

– die eigene göttliche Schöpferkraft erleben

2010 war für den Ritualkreis ein tolles Jahr mit  vielen positiven Erneuerungen und Begegnungen. Ein Jahr der Klärung und Öffnung hin zur Vielseitigkeit. Im Großen und Ganzen ein Jahr, auf das man mit einem Lächeln zurückblicken kann.

Und an unserem Jul-Fest haben wir auch erfahren, dass wir dem Rhytmus der Jahreszeiten unterworfen sind. Aber die geistige Verbindung steht, wenn räumliche Entfernung uns trennt. Die Zeit zwischen den Jahren steht einfach manchmal still.

Jul

Ein Kreis ist ein Kreis ist ein Kreis

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Da Samhain ja das keltische Neujahrsfest ist, bietet es sich an, zu diesem Ritual mal etwas Neues zu versuchen.
Und das haben wir diesmal gemacht.

Wir haben bei unserem letzten Samhain-Ritual das Ziehen des Schutzkreises anders gestaltet.

Normal läuft es bei uns so ab, dass wir uns gegenseitig räuchern, ziehen wir um unseren Bereich einen Schutzkreis (was meistens die Bella macht) und rufen dann die einzelnen Elemente an.

Diesmal hat Klaus, der sich viel mit druidischen Traditionen beschäftigt, das Kreisziehen übernommen.
Und alles war ganz anders.
Den Klaus zu sehen, wie er den Kreis mehrmals abging war archaisch, mysteriös, magisch und doch irgendwie von irgendwoher aus einer anderen Zeit bekannt.

Und es war ein anderer Klaus.

Ich möchte jetzt nicht auf die Einzelheiten von diesem Schutzkreisritual eingehen.
Denn es gehört ganz allein dem Klaus und ein kleines bisschen uns.

Danke!

Kauz an Mabon

Mabon

Für unser gestriges Mabon-Fest haben wir ein schönes wind- und wettergeschütztes Plätzchen im Wald gefunden.

Wir haben gesungen und gerasselt (Trommeln fielen witterungsbedingt aus).
Ein paar magische Rituale haben wir gemacht.
Zum Beispiel haben wir, um unsere Augen für die kommende dunkle Jahreszeit zu stärken, sie mit Ringelblumenwasser benetzt.
Aufgaben und Ziele, die wir uns Anfang des Jahres gestellt haben, aber nicht erfüllen konnten, haben wir dem Wind übergeben.

Interessant war, dass wir durch unsere Gesänge ein Käuzchen aufgeschreckt haben (ICH bin unschuldig!!), welches eine zeitlang laut protestierend um unseren Ritualplatz herum geflogen ist.
Leider kann ich nirgends etwas über die magische Bedeutung eines Kauzes finden, die Interpretationen über Eulen finde ich für unsere Situation nicht so treffend.

Vielleicht kann jemand von euch etwas dazu sagen?

Lughnasad-Bericht (von Sabine H.)

Ganz ursprünglich war dieser Bericht für die anderen Ritualkreis-Mitglieder bestimmt, die an diesem Abend nicht bei uns sein konnten. Auf Grund der Tatsache, dass dieser so gut ankam, haben wir entschieden ihn auch für andere Interessierte zugänglich zu machen. Hier ist er nun also, vielen Dank nochmal an die Verfasserin, unsere (“zweite”) Sabine:

>Von Anfang an war eine sehr herzliche, verbundene Stimmung zwischen uns und obwohl Klaus und Brigitte ja nun erst zum zweiten Mal dabei waren, haben wir uns alle aufeinander richtig gut "eingegroovt".

Wir haben recht schnell unseren Altar aufgebaut und zwar an dem kleinen Platz ziemlich vorne am Weg auf dem Ilbeskopf mit dem Tönstein (Burg Frankenstein, Darmstadt-Eberstadt) und nach dem Ziehen des Kreises von Bella haben wir uns auf das Ritual eingestimmt und dann hat jeder zuerst ein Element angerufen und dann zusammen Vater Himmel und Mutter Erde, so wie wir das schon länger praktizieren.

Dann hat Bella das große Vereinigungsritual vollzogen, was sehr intensiv und innig war. Wir haben den energetisierten Wein getrunken und dazu ein Eckchen des von Brigitte gebackenen, sehr leckeren Brotes gegessen und die Energie in uns aufgenommen. (Anmerkung von Bella: Das große Vereinigungsritual ist der Eucharistie, dem Abendmahl der Christen, sehr ähnlich.)

Eine Libelle, ein Mistkäferchen und zwei Fledermäuse haben uns dabei immer wieder besucht und auch sonst war es die ganze Zeit bis auf ein sehr kurzes Zusammentreffen mit 2 Mountainbikern, die sich aber respektvoll verhielten und von denen ich eigentlich fast nichts mitbekam, weil ich mit dem Rücken zu ihnen im Kreis saß, sehr ruhig und ungestört dort. Der Platz war vom Weg her auch fast nicht einsehbar.

Nun kamen die von Bella mitgebrachten Medizinbeutelchen dran, die wir mit mitgebrachten Kräutern (Salbei, Lavendel, Melisse, Minze, Rose), den unten erwähnten Räucherkräutern von Brigitte, Edelsteinen und von uns aufgebrachten Symbolen versahen und über der Räucherung reinigten und weihten. Das hat viel Spaß gemacht und mein Beutel bekommt einen Platz auf meinem Altar.

Als letzter "Programmpunkt" kam dann unser großes Musizieren zu Ehren von Lugh, dem Schirmherren der Künstler.

Bella sang als Erste und spielte dazu auf der Gitarre. Sie sang auf wunderbar zarte, mystische und weibliche Weise ein Lied, in dem es darum ging, dass wir Alle Teil eines Kreises ohne Ende und ohne Anfang sind und wir drei Restlichen waren von ihrem Vortrag angerührt und begeistert und haben viel applaudiert. Ganz besonders hervorzuheben wäre noch in diesem Zusammenhang, dass sie die Gitarre virtuos auf den Knien liegend spielte, was dem ganzen noch einen ganz außergewöhnlichen, künstlerischen Touch verlieh.

Klaus und Brigitte trommelten dann als Nächstes auf ihren Jembe-Trommeln, was sehr mächtig und rhythmisch animierend war und sangen teilweise auch noch dazu, was Bella und mir auch sehr gut gefallen hat und der Wald warf das Echo der Trommeln zurück, so daß eine ganz besondere Atmosphäre der Erdigkeit und Stärke entstand.

Dann kam ich dran, indem ich ein Lied (summer-wine) über den von Elfen hergestellten Sommer-Wein sang und dies auch noch mit Zitaten aus einem Buch über dieses Thema ergänzte, damit sich Alle den besonderen Geschmack des Sommer-Weines noch besser vorstellen konnten.

Besonders zu erwähnen wäre auch noch die tolle, von Brigitte hergestellte Lughnasad-Räucherung, in der unter Anderem Beifuß, Ringelblume und Rose waren.Wir haben dann den Kreis aufgelöst und noch beisammen gesessen und erzählt, Rosinenbrot, rotes Pesto und Polenta gegessen (Lecker!!) und schwuppdiwupp war es halb elf und wir sind durch den dunklen Wald an unser Auto zurückgestolpert.<

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